gerne-anders
NRW-Fachberatungsstelle sexuelle / geschlechtliche Vielfalt und Jugendarbeit
Friedrichstr. 20
45468 Mülheim an der Ruhr
Fon: 0208 / 91 19 59 04
Fortbildung und Fachberatung für Einrichtungen und Träger_innen der Jugendarbeit
Aus ehrenamtlichen Jugendgruppen entwickeln sich seit den 90er Jahre zielgruppenspezifische Jugendzentren für junge Lesben, Schwule und Bisexuelle. Beginnend 1998 mit dem „anyway“ in Köln entstanden diese wenigen diskriminierungsfreien Orte, in denen die Jugendlichen erfahren, wie „normal“ es ist lesbisch oder schwul zu sein, andere junge Menschen in ähnlicher Lebenssituation treffen und wichtige Unterstützung erfahren ausschließlich in einigen Großstädten. Noch lange kann nicht von einem flächendeckenden Netz gesprochen werden, in dem es für alle lesbischen, schwulen und bisexuellen Jugendlichen ein erreichbares Angebot gibt.
In der herkömmlichen Jugendarbeit waren / sind die Lebenssituation von jungen Lesben, Schwulen und Bisexuellen bisher beinahe kein Thema gewesen. Auch Strategien zum Abbau von Homophobie / Heterosexismus unter Jugendlichen gibt es beinahe nicht. Gleichwohl bietet die außerschulische Jugendarbeit viele Möglichkeiten und Ansatzpunkte lesbische, schwule und bisexuelle Jugendliche auf ihrem teilweise schwierigen und meist einsamen Weg zu unterstützen. Zugleich profitieren alle jungen Menschen davon, wenn die Jugendarbeit ihre Potentiale nutzt, um Homophobie abzubauen und sich für eine Kultur der Vielfalt einzusetzen.
Selten fehlt es hier an Bereitschaft. Mangelnde Sichtbarkeit von jungen Lesben und Schwulen, eine geringe Sensibilität und Unsicherheiten bei der Frage „WIE?“ verhinderten allerdings bisher, dass Jugendarbeit das Thema aufgreift.
Hier unterstützt gerne anders NRW, gefördert aus dem Kinder- und Jugendförderplan des Landes NRW, mit Sensibilisierung, Beratung, Weiterbildung und Vernetzung.